Erstellen von virtuellen Graffitis mit Metaio

Schritt 1: Laden des „Trackables“

Der Metaio Creator arbeitet nicht nur mit Bildern wie Layar, sondern hat noch andere Arten der Umgebungs-Wiedererkennung: Die etwas kompliziertere Software ermöglicht es, mit 3D-Modellen von Objekten und Flächen zu arbeiten. (Wir empfehlen die Bildvariante, aber für Interessierte schreiben wir unten auch, wie das funktioniert.)

Mit einem Klick auf „Add Trackables“ kann man das Bild oder das 3D-Modell ins Programm laden.

Schritt 2: Graffito einfügen und bearbeiten

Jetzt wird das Graffito (als .PNG) per Drag&Drop in das Projekt eingefügt und bearbeitet. Man kann die Größe und Position verändern sowie das Bild strecken und zerren. Im Metaio Creator gibt es außerdem noch viele andere Dinge, die man einbauen könnte: Videos, Töne, Hyperlinks, Buttons und sogar 3D-Modelle.

Man hat jederzeit die Möglichkeit, sich sein AR-Ergebnis über die „Preview“ (also Vorschau) mit der Webcam anschauen.

Schritt 3: User Interface gestalten

Bei Bedarf lässt sich im Creator auch das Interface des AR-Projekts bearbeiten: Kleine Banner, die beim Klick eine Homepage öffnen oder Schriftzüge können eingefügt werden.

Schritt 4: Graffito veröffentlichen

Um das virtuelle Graffiti auf die reale Wand zu bekommen, muss es aus dem Metaio Creator exportiert werden. Hierzu kann man entweder versuchen, eine vollständige App zu bauen, oder man lädt das Projekt auf die Metaio-Cloud hoch, was sich als praktischer bzw. schneller umzusetzen erweist. Hierbei kreiert Metaio einen eigenen „Channel“ für das Projekt und generiert einen QR-Code.

Schritt 5: Scannen und staunen

Am Ende gibt es zwei Möglichkeiten, wie man das Graffito aufrufen kann: Entweder hat man sich das Projekt als eigenständige App zusammengebastelt, oder man scannt den QR-Code mit der ebenfalls kostenlosen AR-App „Junaio“. Man muss das Smartphone/Tablet nur vor die Fläche halten und schon erscheint das virtuelle Graffiti-Bild.

Zusatz: Objekt- und Environmental-Scan mit Metaio Toolbox

Mit der kostenlosen App „Metaio Toolbox“ lassen sich Objekte und Formen blitzschnell in ein 3D-Modell berechnen: Hierzu scannt man einfach das gewünschte Objekt bzw. Fläche mit der Kamera und bewegt das Gerät leicht hin und her (bei einzelnen Objekten benötigt die App ausgedruckte QR-Codes als Marker, die man bei Metaio herunterladen kann). Das Programm setzt hunderte von Bildpunkten in den Raum – wenn man eine Position mit möglichst vielen Punkten gefunden hat, speichert man das Ganze als 3D-Modell ab.

Man muss vor dem Scan darauf achten, dass man die Sensibilität der Größe entsprechend einstellt (Referenzgrößen: Tasse, Tisch, Raum, Haus).