Entstehung

Die Graffitiszene entwickelte sich in den 1970er/1980er Jahren in New York City. Abgeleitet wird das Wort „Graffiti“ von dem altgriechischen Wort „graphein“, was übersetzt „schreiben“ bedeutet.

Einer der ersten bekannten Graffitikünstler war ein Postbote aus New York City. Unter dem Künstlernamen „Taki 183“ verbreitete er bereits Ende der 1960er Jahre seinen Namensschriftzug an den Wänden von New York. Daraufhin folgten viele Nachahmer und das Anbringen des eigenen Künstlernamens an Gebäuden wurde mehr und mehr zur „Reviermarkierung“ genutzt. Wessen Name besonders oft zu sehen ist, erlangt gleichzeitig auch das größte Ansehen in der Graffiticommunity, egal ob die Person hinter dem Künstlernamen bekannt ist oder nicht.

In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich die Graffitikunst hauptsächlich in den Ghettos und Slums von Großstädten. Wichtige europäische Städte waren Rom, Amsterdam und Berlin. Außerdem entwickelte sich eine Verbindung der Graffitiszene mit der Hip-Hop-Kultur. Das Graffitisprayen zählt als eines von vier charakteristischen Elementen des Hip-Hops. Neben den Graffitis gibt es noch den Rap und das DJing als musikalische Merkmale und das B-Boying oder der Breakdance als tänzerisches Element.

Unter Graffitikünstlern hat sich eine ausschlaggebende Regel etabliert, die lautet: Die Toys lernen von den Kings, das heißt die jungen unerfahrenen Künstler lassen sich Ratschläge von den erfahrenen und altbekannten Sprayern geben. Das Ziel eines jeden Künstlers ist in erster Linie Ansehen, Ruhm und Bekanntheit in der Community zu erlangen. Dafür werden auch einige Risiken in Kauf genommen, denn das Graffitisprayen zählt nach wie vor als Straftat und wird mit Geldstrafen von mehreren Hundert bis sogar mehreren Tausend Euro bestraft.

 

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